G l a u b e n u n d R e l i g i o n
Persönliche Meinung:
Ich respektiere jede religiöse Vorstellung, solange diese Religion nicht zu Gewalt
oder unterdrückender Dominanz gegen Mitmensch, Mittier und Mitwelt aufruft.
Jede Religion ist von Menschen geschaffen. Das Ziel einer Religion ist es,
den Kontakt zu Gott zu organisieren. Hierzu wird eine Religion erschaffen,
die einem Menschen sagt, wie er zu glauben, zu handeln, zu denken und zu beten hat.
Auf welche Namen Gott höre und auf welche nicht, wie Gott aussähe und wie nicht.
Welche Rituale ein Mensch auszuführen hat oder welche mit oder an ihm auszuführen sind.
Wozu das alles?
Egal ob Gott nun den Menschen schuf oder sich der Mensch Gott erschuf –
der Mensch hat vergessen, dass er Gott in seinem Herzen trägt
und dies alles gar nicht erforderlich ist.
Und wenn Gott und Liebe Synonyme sind, so kann man es auch wahlweise Liebe nennen.
Das Schöne am Leben ist, dass es völlig sinnlos ist!
Denn nur dadurch, dass es sinnlos ist, kann jeder Mensch seinem Leben
einen eigenen Sinn geben. Gebe jeder Mensch seinem Leben seinen eigenen Sinn!
Irgendwann erkennt jeder Mensch, dass es für das eigene Glück sinnvoll ist,
andere glücklich zu machen.
Alle Religionen wurden zum Seelenheil des Menschen gegründet.
Dennoch hat nichts zu so viel Gewalt geführt,
wie der Gedanke der Überlegenheit der eigenen Religion.
Und überhaupt sollen wir glauben wie ein Kind!
Sind es aber nicht gerade die Kinder, die am meisten fragen?
Wer Gutes tut, um in den Himmel zu kommen,
und Schlechtes unterlässt, aus Angst in die Hölle zu kommen,
handelt eigennütziger als ein Atheist,
der dasselbe tut – oder nicht tut –
ohne dabei an einen richtenden Gott zu glauben.
Diejenigen, die einen Glauben von Furcht und Verdammnis lehren,
sollten sich fragen: Wo könnte grenzenlose Liebe eine Grenze haben?
Wie könnte ein allmächtiger Gott eine Gegenmacht haben?
Vielleicht dort, wo mit Furcht gelehrt wird:
in den Köpfen von Menschen, die nicht auf ihr Herz hören.
Eine wahre Religion baut keine Mauern, sondern Brücken –
und über diese Brücken führen keine Einbahnstraßen.
Wir beten: „Gott, dein Wille geschehe!“
Wenn er aber geschieht, dann klagen wir.
Willst du einen Menschen wirklich kennenlernen,
vertraue auf dein eigenes Erleben
und nicht darauf, was andere über ihn berichten.
Dasselbe gilt auch für Gott.