W ü n s c h e
Glücklich ist, wer seine Wünsche ins rechte Verhältnis zu seinen Mitteln zu bringen vermag.

Der ärmste Mensch ist der Mensch mit den meisten Wünschen. Der reichste Mensch ist der Mensch mit der größten Genügsamkeit.

Sei geschmeidig und gehe biegsam durchs Leben. Einen starken, starren Baum bricht der Sturm. Der hohle Grashalm dagegen biegt sich und übersteht selbst das schlimmste Unwetter unbeschadet.

Der Grashalm ist innen hohl – das macht sowohl seine Biegsamkeit als auch seine Festigkeit aus. Sieh dir deine Wünsche an. Wünsche lassen dich erstarren, denn sie richten dich auf ein Ziel aus, das du unbedingt erreichen möchtest.

Leere dich. Überlege, was du wirklich benötigst, was dir mit wenig Aufwand Freude bereitet und was überflüssig ist. Sortiere gut aus. Gib deine überflüssigen Wünsche auf.

Durchschaue, dass sie dir keine Erfüllung bringen, und du wirst biegsam. Wünsche hindern dich daran, dich selbst zu finden. Das Selbst ist geschmeidig, Wünsche sind starr.

Mach dich leicht. Werde biegsam und folge geschmeidig den vielen Biegungen des Lebens.